Bau
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Die ARGE A3 Steigerwaldautobahn GbR wurde von der Projektgesellschaft A3 Nordbayern GmbH & Co. KG mit der Planung und dem Ausbau des rund 71 km langen Ausbauabschnitts sowie der Ausführung von erheblichen Restleistungen im bereits ausgebauten, 5 km langen Abschnitt bei Geiselwind beauftragt.
Der sechsstreifige Ausbau konnte im Juni 2026, nur 74 Monate nach Projektbeginn, erfolgreich abgeschlossen werden. Angesichts der Größe des Projekts und der unabsehbaren Herausforderungen durch Covid-19, den Krieg in der Ukraine und Überflutungen durch Starkregenereignisse im Jahr 2021 hat die Bau-ARGE eine herausragende Leistung erbracht.
In Spitzenzeiten arbeiteten über 1.000 Kolleginnen und Kollegen gleichzeitig am Ausbau der Projektstrecke. Es wurden insgesamt über 5 Mio. m³ Boden bewegt, rund 2.1 Mio. t Asphalt und 350.000 m³ Beton sowie rund 46.000 t Stahl verbaut. Im Durchschnitt belief sich die erbrachte Bauleistung auf rund EUR 1 Mio. pro Tag!
Die bestehende Autobahn wurde vollständig zurückgebaut und teils in veränderter Lage mit einem sechsstreifigen Querschnitt neu errichtet. Der Ausbau erfolgte unter „rollendem Rad“, d.h. der Verkehr auf der Autobahn musste zu jeder Zeit – abgesehen von wenigen kurzzeitigen Sperrungen – mit möglichst geringen Einschränkungen aufrechterhalten werden.
Die Projektstrecke wird durch eine Vielzahl von Straßen und Wegen gekreuzt. Mehr als 80 Brückenbauwerke, mit deren Hilfe die querenden Straßen und Wege unter der Autobahn hindurch oder über die Autobahn hinweg geführt werden, wurden zurückgebaut und neu errichtet. Es war daher unvermeidbar, diese Straßen und Wege vorübergehend zu sperren. Auch Vollsperrungen der Autobahn waren zum Rückbau und Neubau von überführenden Brücken unvermeidbar. Diese wurden in verkehrsarmen Zeiten, das heißt in der Regel in den Nachtstunden und an Wochenenden, vorgenommen. Unser Dank gilt allen Anwohnern und Verkehrsteilnehmern für ihre Geduld und ihr Verständnis.
Durch den Neubau von zwei beidseitigen unbewirtschafteten Rastanlagen mit WC-Gebäude (PWC-Anlagen) und die Erweiterung der Tank- und Rastanlage Steigerwald wurde das Stellplatzangebot für Lkw deutlich ausgeweitet.
Dem Lärmschutz wurde bei dem Ausbau der Projektstrecke in besonderem Maße Rechnung getragen. So wurden entlang der Projektstrecke rund 132.000 m² Lärmschutzwände und -wälle neu errichtet, was der Größe von mehr als 18 Fußballfeldern entspricht. Neben der Errichtung von Lärmschutzwänden und -wällen kommt auf rund 18 km ein spezieller, lärmmindernder Fahrbahnbelag zum Einsatz.
Für einen verbesserten Schutz der vorhandenen Gewässer und des Grundwassers wurden vor Einleitung des Oberflächenwassers von der Autobahn unter anderem Absetzbecken zur Rückhaltung von Leichtflüssigkeiten und absetzbaren Stoffen sowie Regenrückhaltebecken zur dosierten Einleitung des Wassers in umliegende Gewässer gebaut.
Im „Obersambacher Wald“ westlich von Geiselwind und in der „Mönau“ westlich von Erlangen wurde je eine Grünbrücke gebaut und damit eine sichere Querungsmöglichkeit für Wildtiere geschaffen. Zur Einbindung der ausgebauten A3 in Natur und Landschaft wurden Böschungen und sonstige unbefestigte Flächen mit standortgerechten Gehölzen bepflanzt und begrünt.
Zum Schutz der Umwelt wurden alle Baumaßnahmen permanent durch eine spezialisierte Umweltbaubegleitung betreut, die entsprechend einem speziell für das Projekt erstellten Umweltbaukonzept auf die Einhaltung der Auflagen aus der Planfeststellung sowie der allgemeinen naturschutzrechtlichen Bestimmungen achtete. Im Zuge der Ausbaumaßnahme wurden u.a. zahlreiche Ameisenvölker und Amphibien umgesiedelt sowie brütende Vögel und andere geschützte Arten vor Störungen durch die Baumaßnahme geschützt.
